Arminia Bielefeld 4, Preußen Münster 0: Nach über acht Jahren sahen die beiden Fanlager, die sich nicht gerade grün sind, wieder einmal ein Pflichtspiel zwischen ihren Mannschaften. 24.052 Zuschauer waren auf die Bielefelder Alm gepilgert.
Am Ende feierten die Leute, die es mit der Arminia hielten. Und auch der Bielefelder Trainer dankte erst einmal der Anhängerschaft.
"Ich möchte mich in erster Linie einmal bei den Fans bedanken, die uns in den vergangenen beiden Pflichtspielen mit offenen Armen empfangen haben. Das ist wirklich etwas besonderes. Wir waren zu Beginn gut im Spiel und dominant. Wir machen dann das erste Tor und treffe dann quasi auch immer, wenn der Gegner gerade eine starke Phase hat. Heute haben wir weniger Fehler gemacht, waren konzentrierter in den Zweikämpfen und das war am Ende der Schlüssel zum Erfolg", sagte Mitch Kniat.
Gerrit Gohlke, der das 4:0 erzielte, erinnerte noch daran, dass erst Bochum und nun Münster mit leeren Händen und bitter enttäuscht die Alm verlassen.
Gohlke: "Dieser Sieg fühlt sich überragend an. Uns ist es in einer Woche geglückt, in der wir zwei Derbys gewonnen haben. Das freut uns natürlich sehr. Wir haben klar gesagt, dass wir zuhause die spielbestimmende Mannschaft sein wollen. Das ist uns gut gelungen, auch wenn sie ein paar gute Aktionen haben, die sehr gefährlich waren. Wir waren aber vor dem Tor brutal effizient und machen die Tore. Am Ende war es uns extrem wichtig, auch die Null zu halten, weil wir konsequent verteidigen wollten. Es ist für uns ein gelungener Saisonstart. Wir sehen jetzt, dass wir uns von Spieltag zu Spieltag steigern und weiterentwickeln."
Für die Arminia, die das erste Spiel in Dresden verlor und nun Münster schlug, geht es am Dienstagabend (22. August, 19 Uhr) beim SSV Ulm weiter. Die "Spatzen" sind, wie Münster", ein Aufsteiger. Vielleicht liegt den Bielefeldern auch der Regionalliga-Südwest-Meister ähnlich gut wie der amtierende Titelträger der Regionalliga West.